EG beschließt Embargo - Ende der blutigen Robbenjagd in Canada? Gerade einmal 2 Wochen ist es her, da sorgte die kanadische Regierung wie jedes Jahr um diese Zeit durch die Tötungsfreigabe von über 330.000 neugeborenen Robben für weltweites Entsetzen und Protestaktionen.
Bislang bestand die Regierung in Ottawa trotz aller Interventionen aus sämtlichen Ecken der Welt auf ihrer Freigabe und rechtfertigte die Freigabe zum alljährlichen, grausigen Gemetzel mit historischen, kulturellen bzw, regulierungstechnischen Belangen (insofern sich Mord in irgendeiner Art und Weise überhaupt rechtfertigen lässt). Doch nach über 40 Jahren staatlich geschützter Robbenjagd scheint sich das Blatt nun zu wenden, denn das Europäische Parlament hat nun ein Handelsverbot für Robbenerzeugnisse in allen Mitgliedsstaaten für 2010 beschlossen. Begründet wird das Verbot vor allem mit der grausamen Tötung der Robben mit Spitzhacken, die den EU-Tierschutzregeln zuwiderlaufen (interessant, dass man für sowas überhaupt noch eine Begründung braucht...)
Somit bricht den Kanadiern der Hauptabsatzmarkt für Robbenprodukte aller Art (z.B. Fell, Fleich und Öle) zusammen. Nachdem sich bereits Belgien und die Niederlande genauso wie die USA in Eigenregie ein Importembargo für diese Produkte auferlegt hatten, zog Anfang April auch die Russische Regierung nach und untersagte die Robbenjagd generell.
Die Maßnahmen scheinen jetzt schon Wirkung zu zeigen, denn wurde ein Robbenfell vor einigen Jahren noch für über 40 € gehandelt, so sank der Preis auf dem Weltmarkt inzwischen auf unter 10 €. „Diese Abstimmung des EU-Parlaments ist hoffentlich der Todesstoß für die unsägliche und grausame kanadische Robbenjagd!“ wird der Deutschland Direktor des Internationalen Tierschutzfonds, Ralf Sonntag zitiert. Das macht die blutige Jagd schon vor dem Embargo für diese Art von „Geschäftsleuten“ mehr und mehr unattraktiv, so dass Mönchs-, Kegel- und Sattelrobben und deren Nachwuchs an der Nordküste Neufundlands sowie in anderen Gebieten des Nordpolarmeeres nun endlich in eine hoffnungsvollere Zukunft schauen können. |