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Ausrufezeichen! - Deutsche U20 nach 5:1 Sieg über Südkorea Im WM Finale PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 30. Juli 2010 um 07:30

Ausrufezeichen! - Deutsche U20 nach 5:1 Sieg über Südkorea im WM Finale

Vielen Dank für ein volles Haus - Die U20 Nationalelf bedankt sich bei den FansFünf zu eins. So leuchtete es in Großbuchstaben von der Anzeigetafel des Bochumer WM Stadions. Mit einer konzentrierten und gleichermaßen überzeugenden Leistung haben sich die U20 Juniorinnen in das Finale der Fussbalweltmeisterschaft gespielt und nun die Möglichkeit, ihr eigenes Sommermärchen zu verwirklichen.

Die ganze Konzentration des Teams um Cheftrainerin Maren Meinert gilt nun dem letzten Akt dieses Schauspiels, der am kommenden Sonntag auf dem Rasen der WM Arena in Bielefeld über die Bühne geht und ein Blick in die Gesichter jeder einzelnen Spieler sagt: Wir wollen den Titel!

Vorangegangen war eine Partie, in der man gute 10 Minuten brauchte, um die gewohnt flink aufspielenden Südkoreanerinnen in den Griff zu bekommen, denn Letztere ließen anfangs jeglichen Respekt vor der Torfabrik Deutschland vermissen und stürmten begünstigt durch das rutschige Geläuf munter und mit gutem Kombinationsfußball  drauflos.
Doch es brauchte nicht lange, bis man sich auf Deutscher Seite auf die besonderen Spielbedingungen eingestellt hatte und die eigenen Vorzüge in die Waagschale werfen konnte.

So ergrätschte sich Alexandra Popp in der 13. Minute auf der linken Außenbahn das Leder, welches Kim Kulig mit einer langen Flanke auf die relativ unbewacht am langen FünfmetereckHüthchen zur Stelle - Svenja Huth erzielt die erlösende 1:0 Führung gegen Südkorea lauernde Svenja Huth servierte und schon war es passiert. Tor für Deutschland! Von da an hatten die Meinert Mädels die Partie unter Kontrolle und überhaupt auch keine Lust, diese wieder abzugeben.
Deutschland nahm von nun an das Heft in die Hand und erhielt zudem noch Schützenhilfe von Südkoreas Torfrau So Ri Moon, die genau wie die komplette Innenverteidigung der "Reds" nicht gerade ihrenn besten Tag erwischt hatte.

So geht das nicht - Referee Reyes zeigt auf den ElfmeterpunktEiner solchen Koproduktion bediente sich die im bisherigen Turnierverlauf eher erfolglose Kim Kulig. Zuerst wehrte Yeonga Jeong einen Ball unvorteilhafterweise in die Mitte ab und als im Anschluss Keeperin Moon auch noch Kuligs Schuß im Stile einer handelsüblichen, südkoreanischen Bahnschranke unter den Armen durchgleiten ließ, flackerte es nach exakt wiederum 13 Minuten später erneut auf der Anzeigetafel: Deutschland - Südkorea 2:0.

Halbzeit Nr. zwei war gerade einmal fünf Minuten alt, als sich Alexandra Popp entschlossen in einen Abwehrverusch der Südkoreanerinnen Lee & Kim hineinwarf und im Fallen in bester Rummenigge Manier ihren achten Turniertreffer mit dem Knie markierte. Nach so viel Abwehrschnitzern war es dann mal wieder Zeit für Torfrau So Ri Moon und als Kulig nur 3 Minuten später aus 27 Metern erneut einen Kracher auf das Gästetor abließ, fuhr auch diesmal der Zug in Form des Spielballs erneut in den südkoreanischen Bahnhof ein, bevor die Schrankenwärterin zur Stelle sein konnte.

Mit 4:0 war der Drops dann endgültig gelutscht, doch nachdem Torschützin vom Dienst So Yun Ji Südkorea in der 64. Minute unter dem tosenden Jubel der vielen anwesenden und zugleiche lautstarken KoreanerNummer Neun - Alexandra Poppt trifft auch per Elfmeter ebenfalls auf die Anzeigetafel brachte, folgte der spektakulärste Teil des nachmittäglichen Unterhaltungsprogramms. 3 Minuten später zielte Alexandra Popp aus 8 Metern etwas zu genau und der Ball prallte von der Oberkante der Latte hoch in die Luft.

Innenverteidigerin Yeonga Jeong muss sich wohl an das letzte mannschaftsintene Völkerballspiel erinnert haben, denn sie fing das sich nähernde Flugobjekt in ihrem eigenen Fünfmeterraum mit einer solchen Sicherheit, die selbst die unglückliche Torfrau Moon blass werden ließ. Was nun? Alle Beteiligten sahen sich fragend an und auch Schiedsrichterin Reyes benötigte eine Sprechstunde bei ihrer Linienrichterin um das Ganze zu klären:
Elfmeter! Bezeichnend, dass Alexandra Popp, die derartigen Standards normalerweise nicht sonderlich gut gesonnen ist, sich die Kugel griff und sie entschlossen zum 5:1 Endstand ins linke, untere Eck drosch.

Große Bühne dann für "Poppi" in der 76. Minute: Als sie zur Spielerbank schritt, um für Selina Wagner ausgewechselt zu werden, hatten sich schon längst alle 18.217 Zuschauer für Standing Ovations von ihren Stühlen erhoben. Auf dem Feld tat sich nicht mehr viel, so dass allen Aktiven nach Spielende nur noch ein dickes Dankeschön an die Fans blieb, die sie in den vergangenen 2 Wochen so großartig unterstützt hatten. Mann schritt mit einem riesigen Spruchband zur Ehrenrunde, auf dem zu lesen war:

"Danke Bochum! Auf nach Bielefeld!"

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Aktualisiert ( Sonntag, 01. August 2010 um 21:04 )
 
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