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Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 08. Juli 2011 um 20:02 Uhr

Treffer versenkt - Offensiv Feuerwerk bringt Deutschland ins WM Viertelfinale

Die Entscheidung - Celia Okoyino da Mbabi erziehlt das entscheidende 4:2 für Deutschland

Dank eines Doppelpacks der kurz vor WM Beginn aus der Startformation genommenen Inka Grings, sowie einer Leistungssteigerung im Offensivbereich konnte die Deutsche Frauenfußball Nationalmannschaft das Endspiel um den Gruppensieg gegen Frankreich mit 4:2 für sich entscheiden und trifft so am kommenden Samstag als Gruppenerster in Wolfsburg etwas überraschend auf das Team aus Japan.

Die Auswahl von Silvia Neid musste sich in den letzten Tagen vor dem Spiel ungewohnt viel Kritik seitens der Medien anhören, die insbesondere in die Richtung der seit längerem glücklosen Rekordnationalspielerin Birgit Prinz zielte.

Das durch die Bundestrainerin in sie gesetzte Vertrauen konnte die für den 1. FFC Frankfurt spielende Kapitänin jedoch im bisherigen Turnierverlauf nicht durch Leistung bestätigen und so zog die Teamchefin die Reißleine. Sie positionierte an Prinz´ Stelle die Duisburgerin Inka Grings in der Startaufstellung, die wiederum selber ihren Platz im Team kurz vor dem WM Auftaktmatch gegen die in der Vorbereitung in Bestform befindliche Celia Okoyino da Mbabi verloren hatte.

Darüber hinaus erhielt die mit Gelb vorbelastete Kim Kulig genauso eine Schaffenspause wie Verteidigerin Linda Bresonik, die sich durch einen Magen/Darm Infekt außer Gefecht gesetzt sah. Für die beiden durften Lena Goeßling und Dauerläuferin Bianca Schmidt ihr Arbeit verrichten.

45.867 Zuschauer im restlos ausverkauften Borussiapark sahen bei 24 Grad und bestem Fußballwetter eine ausgeglichene Anfangsphase, in denen die Gastgeberinnen sich noch nicht die anvisierten Feldvorteile verschaffenPlayer Of The Match - Inka Grings traf zwei Mal und war an einem Treffer direkt beteiligt konnte. Das sollte sich in der 25. Minute schlagartig ändern, als eine lang gezogene Freistoßflanke aus knapp 40 Metern von Babett Peter nach schier endloser Luftfahrt Kerstin Garefrekes fand, die sich im direkten Duell gehen Wendie Renard durchsetzte und mit Köpfchen die erlösende 1:0 für Deutschland erzielte.

Der Treffer schien nun alle Hemmungen gelöst zu haben und wie das in einem guten Fußball Drehbuch nun mal so ist, hatte nun die bislang arbeitsarme Inka Grings den Auftritt, den sie sich gewünscht hatte:
Ganze sieben Minuten später setzte sich Simone Laudehr unnachahmlich auf der linken Seite durch und wieder war es die mit ihrer typischen "Powerfrisur" angetretene Wendie Renard, die sich im Kopfballduell geschlagen geben musste.

Grings war eher am Ball und ließ der Keeperin Berangere Sapowicz mit einem beherzten Kopfball nicht den Hauch einer Chance. 2:0 für die DFB Auswahl und den Stein der Erleichterung, der der 32 Jährigen nun vom Herzen fiel, war sicherlich bis in die Geburtsstadt Düsseldorf zu hören.

Das Ende eines Arbeitstages - Berangere Sapowicz wird des Feldes verwiesenNach dem Seitenwechsel sahen die begeisterten Fans, die schon mehrere "La Ola´s" durch das Rund schickten weiterhin offensiven Fußball der Spitzenklasse auf beiden Seiten sehen, der dann auch schnell die an diesem Tag einzige Schwachstelle der deutschen Defensive offenlegen sollte. Die Equipe Tricolore nutzte durch Marie-Laure Delie nach einer Ecke ein Abstimmungsproblem zwischen Saskia Bartusiak und Annike Krahn und brachte so mit dem 2:1 Anschlusstreffer die "Les Bleues" wieder in die Partie.

Aus der Partie musste dann wenig später allerdings Frankreich´s Torfrau Berangere Sapowicz, die nach einer Notbremse an Lira Bajramaj ihren Arbeitstag beenden musste. Für den Fälligen Elfmeter konnte es eigentlich nur eine in Frage kommende Schützin geben:
Natürlich Inka Grings!
Nervosität bei der Kapitänin des Bundesligisten FCR 01 Duisburg? Nicht im geringsten! Mit traumwandlerischer Sicherheit versenkte die Hauptdarstellerin das Spielgerät in der 68. Minute im von ihr aus linken Eck und stelle somit den zwei Tore Vorsprung wieder her.

Langeweile sollte in der Partie wegen der bereits erwähnten Abstimmungsschwierigkeiten trotzdem nicht aufkommen. Beispiel gefällig? Nur 4 Minuten später wurde die Der Funke sprang über - 45.867 Zuschauer feierten im Borussiaparkaufgerückte Verteidigerin Laura Georges alleine gelassen und bedankte sich auf ihre Art und Weise mit dem erneuten Anschluss zum 3:2.

Nun wurde auf beiden Seiten mit offenem Visier gekämpft und dass im DFB Team auch Jung und Alt harmonieren, bewies die nach einer Popp Flanke von Grings frei gespielte Celia Okoyino da Mbabi, die eine Minute vor dem Ende vorbei an der für Berangere Sapowicz ins Spiel gekommenen Celine Deville zum 4:2 traf und so dem Spiel den Deckel aufsetzte.

Begeisterung allerorten, nur die verhinderte Kapitänin Prinz konnte sich nach dem Spiel noch nicht sichtbar freuen, garantierte ihr die Zaubervorstellung der Neid Elf wohl auch in der kommenden Partie einen ungewohnten Platz auf der Auswechselbank.

Gegner ist kein Geringerer als der amtierende Dritte der Asienmeisterschaft, das Team aus Japan. Von der Papierform und gerade in Betracht auf die aktuell Herrschende Euphorie eine in der derzeitigen Verfassung lösbare Aufgabe, doch die "Nadeshiko" von Trainer Norio Sasaki werden versuchen, Angerer, Grings & Co. mit Schnelligkeit und dem von der Regisseurin Homare Sawa ausgehenden, gefürchteten Kurzpassspiel den Arbeitstag so schwer als möglich zu machen.

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. Juli 2011 um 23:16 Uhr
 
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