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Offene Fragen und ein abgetauchter OB - Ein Jahr nach der Loveparade Tragödie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 23. Juli 2011 um 13:37 Uhr

Das Ende einer Veranstaltung - Blumengruß am Unglücksort

Offene Fragen und ein unerwünschter OB - Duisburg ein Jahr nach der Loveparade Tragödie

Ein Jahr ist vergangen seit dem 24.07.2010, als bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen nach einer Massenpanik am Eingang zum Gelände des ehem. Güterbahnhofs starben. Was den Angehörigen der Opfer, wie auch der über 500 Verletzten, von denen sich einige heute noch in psychologischer Behandlung befinden bis zum heutigen Tage aber trotz vieler Erklärungen, Statements und Pressekonferenzen vorallem fehlt, sind die entscheidenden Antworten.

Bei Fragen nach der rechtlichen Verantwortung erhielt bislang man sowohl in politischen Kreisen, als auch beim Veranstalter stets ein und dieselbe Körperbewegung: Achselzucken. Achselzucken bei Rainer Schaller, Geschäftsführer des Loveparade Veranstalters Lopavent, ebenso wie bei Duisburgs Sicherheits- und Rechtsdezernet Wolfgang Rabe, der nach der Katastrophe erstmal mehrere Monate auf Tauchstation gegangen war.

Eine ganz besondere Position in diesem Zuständigkeitshickhack nimmt Duisburgs amtierender Oberbürgermeister Adolf Sauerland ein. Sauerland, der als politisches Stadtoberhaupt erst wenige Stunden vor Veranstaltungsbeginn die offizielle Freigabe zur Durchführung der Loveparade erteilt hatte, ist sich auch heute noch keiner persönlichen Schuld bewusst, obwohl die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine ganz andere Sprache sprechen...

 

Aktuell wird gegen 16 Personen ermittelt, unter ihnen 2 Mitarbeiter von Lopavent 11 Angestellte der Stadt, die sich der Fahrlässigen Tötung in einundzwanzig Fällen strafbar gemacht haben sollen.Den Namen Sauerland sucht man allerdings vergebens auf der Liste, seiner Meinung nach völlig zu Recht. Dass der OB damit sich und auch seine eigene Familie mit diesen und ähnlichen Aussagen großem Druck aussetzt, scheint ihm nicht klar zu sein.

Ein Mann der einerseits jegliche Verantwortung von sich weist, der untertaucht und der seine führungslose Stadt im Stich lässt, weil er sich noch nicht einmal zur Eröffnung eines Kindergartens trauen kann, ist bei den Bürgern nicht sonderlich gern gesehen, um nicht zu sagen unerwünscht.

Nach der Bekanntgabe Sauerlands, er wolle bis 2015 im Amt bleiben, gründete sich die Bürgerinitiative "Neuanfang für Duisburg", die auf Basis eines inzwischen rechtlich legitimierten Abwahlverfahrens  einen sofortigen Amtsausschluss des Oberbürgermeisters fordert. Die am 20.06. gestartete Aktion schlug sofort hohe Wellen und viele ehrenamtliche Unterschriftensammler ermöglichten es, dass binnen eines Monats bereits 30.000 der benötigten 55.000 Unterschriften zusammengetragen werden konnten.

Wie verstrickt OB Sauerland mit der Verantwortungsfrage rund um die Loveparade ist und dass Sicherheitsaspekte nicht mit der nötigen Sorgfalt behandelt worden sein könnten, zeigt vorallem ein Satz, den er am Unglückstag wenige Minuten vor der Katastrophe in die WDR Mikrofone zitierte:

"Im letzten jahr hat es ja leider nicht geklappt und in diesem Jahr waren wir einfach im Zwang es hinkriegen zu müssen, denn sonst wäre die Loveparade für das Ruhrgebiet endgültig gestorben".

Ein Satz, der in Anbetracht der Geschehnisse rund um das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs eine traurige Doppeldeutigkeit bekommen hat...

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Die Frage nach der oder den Schuldigen ist bis heue nicht geklärtVermeidbares Unglück - Viele Fragen bleiben offen

 

 


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Juli 2011 um 18:12 Uhr
 
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